Multitasking Multiplayer: ein Projektmanager wie er im Buche steht

Spielend meistert unser Deutschlandstipendiat Robin Lederer sein Studium der Angewandten Informatik an der HS Anhalt in Köthen. Nebenbei setzt sich der 24-JĂ€hrige unter anderem fĂŒr die Verbreitung der eSports in Deutschland ein. Auf ein Wort mit einem Multitalent.

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Sie managen den Leipzig eSports e. V. und haben an Ihrer Hochschule eine Task Force fĂŒr eSports gegrĂŒndet. Was genau dĂŒrfen wir uns darunter vorstellen?

ESports bezeichnen meist online ausgetragene WettkÀmpfe von kompetitiven Multiplayer-Games wie »League of Legends« (LOL) oder »Counter-Strike: Global Offensive« (CS:GO).

Und gegen wen treten Sie damit an?

Mit den LOL-Teams haben wir bereits an Online-Turnieren der Uni-Liga teilgenommen, spĂ€ter auch an der grĂ¶ĂŸten LOL-Liga Deutschlands und zuletzt sogar an einem riesigen Offline-Turnier des Magdeburg eSports e. V., bei dem wir vor Ort an den Rechnern gespielt haben. Das war das grĂ¶ĂŸte Event bisher. Seit Corona passiert in der Szene allerdings nicht mehr viel.

Woher rĂŒhrt Ihre Spielfreude?

Ganz klar: Nintendos »Super Mario Sunshine« und »The Legend of Zelda«. Ich hatte schon immer eine Leidenschaft fĂŒr Videospiele. Es war mein Kindheitstraum, damit spĂ€ter auch beruflich zu tun zu haben – am liebsten als Entwickler.

Warum haben Sie sich fĂŒr Angewandte Informatik entschieden?

Vor allem wegen der praktischen Ausrichtung. Ich habe zuvor reine Informatik studiert, was mir nicht im Ansatz so viel Freude bereitet hat. Bei meinem jetzigen Studium liegt der Fokus weniger auf Theorie und Formeln als auf ihrer Anwendung. Es macht Spaß, Apps zu programmieren, Filme zu drehen – und natĂŒrlich Spiele zu kreieren.

Ach, Ihr Kindheitstraum ist also wahr geworden?

Ja! TatsĂ€chlich ist »Digitale Medien und Spieleentwicklung« auch die namentliche Spezifikation des Studiums. Wir haben beispielsweise ein Jump’n‘Run und ein Point-and-Click-Adventure entwickelt.

Was fasziniert Sie außerdem an der IT?

KI, Machine Learning und Mathematik. Aber ich arbeite auch gerne an statistischen Auswertungen oder organisatorischen Dingen. Denn so sehr ich das Programmieren auch schĂ€tze, richtig zu Hause fĂŒhle ich mich im Projektmanagement.

Soso. Und welche Projekte stehen neben Studium und eSports aktuell an?

Ich arbeite als Hiwi, engagiere mich im Studierenden- und Fachschaftsrat und als Vorstand der Student Lounge – einem Lern- und Freizeitraum fĂŒr Studierende. Das verschafft mir Ausgleich.

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Und welches Level kommt nach dem Studium?

Entweder ich mache den Master oder grĂŒnde eine Firma. Ich hatte da schon einige konkrete Ideen in Richtung Social Media Plattform oder Eventmanagement-App. Aber erstmal steht die BA-Arbeit an.

Worum soll es gehen?

Ich schwanke noch zwischen Game-Design und eSports.

Wer hÀtte das gedacht? Viel Erfolg dabei.

GISA vergibt jedes Jahr fĂŒnf Deutschlandstipendien an deutschen Hochschulen, vorzugsweise in StudiengĂ€ngen mit starkem IT-Bezug.

Seit 2011 unterstĂŒtzen wir so gemeinsam mit dem Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lĂ€sst, die sich durch ein ausgeprĂ€gtes gesellschaftliches Engagement auszeichnen oder auf ihrem Lebensweg besondere HĂŒrden zu ĂŒberwinden haben.

Das Stipendienprogramm gilt als die grĂ¶ĂŸte öffentlich-private Bildungspartnerschaft Deutschlands, an der sich Unternehmen und Privatpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligen.