Ja, nein, vielleicht? Mit GISA und Open Source zu besseren Entscheidungen

Einsatzbereite Lösungen für datenbasierte Entscheidungen sind ihre Spezialität: Ulrike Kermeß ist seit Sommer 2024 Head of Data & Analytics bei GISA. Mit Open-Source-Technologien schafft das Team Mehrwerte für Bereiche, in denen Transparenz, Flexibilität und Unabhängigkeit immer wichtiger werden, z. B. den öffentlichen Sektor. Welchen Impact Open Source auf Ulrikes Arbeit hat und was sie daran besonders begeistert, erfahren wir im Interview.

Ulrike, woher kommt dein Interesse für Open Source?

Mich faszinieren die Offenheit, Transparenz und Anpassbarkeit von Open‑Source‑Technologien. Das ist eine wertvolle Ergänzung unseres Technologieportfolios bei GISA, vor allem für unsere Kunden im öffentlichen Sektor. Und mich begeistert die Kultur: Communities, die Ideen austauschen, Probleme teilen und Technologien weiterentwickeln. Das ist – gerade technisch – äußerst inspirierend.

Bei welchen Open-Source-Projekten hast du bei GISA bereits mitgewirkt?

Ein Höhepunkt war der Aufbau unserer Open‑Source‑BI‑Plattform. Wir haben verschiedene bewährte OS‑Bausteine zu einer robusten, skalierbaren und klar strukturierten Lösung kombiniert – „best of breed“, aber auf Wartbarkeit, Automatisierung und Security ausgerichtet. Die Plattform kommt inzwischen in Projekten zum Einsatz, in denen umfangreiche Datenbestände zusammengeführt, qualitätsgesichert und für Analysen bereitgestellt werden – beispielsweise für eine landesweite Monitoring‑Stelle.

Inwiefern konntest du dich dadurch weiterentwickeln?

Durch den Aufbau der Plattform habe ich mein Verständnis für modulare, offene Datenarchitekturen vertieft. Die Arbeit mit verschiedenen Open‑Source‑Komponenten hat mir gezeigt, wie man flexible, automatisierbare und zugleich betriebssichere Lösungen für den Enterprise‑Kontext gestaltet. Persönlich hat mich vor allem die enge Teamarbeit geprägt.


Für Berufserfahrene, Quereinsteiger, Berufsanfänger und Studierende.


Wie arbeitet ihr im Team zusammen?

Es gibt Diskussionen, Abstimmungen und ein iteratives Vorgehen bei der Entwicklung tragfähiger Standards – ein Ansatz, der sehr gut zur Open‑Source‑Philosophie passt. Wir arbeiten versionsbasiert, insbesondere mit Git. Aber wichtiger als einzelne Tools ist unser Grundsatz „use‑case‑first“: Fachliche Anforderungen bestimmen Datenflüsse, Automatisierung und Architektur. Das ist im modularen Open‑Source‑Umfeld entscheidend, um eine offene, flexible und dennoch professionell strukturierte Lösung zu entwickeln.

Welche GISA‑Bereiche profitieren besonders von Open Source?

Open‑Source‑BI entfaltet ihren Mehrwert insbesondere im öffentlichen Sektor. Eng damit verbunden sind Initiativen wie GISA Maps, Smart‑Data‑Plattformen oder offene KI‑Bausteine unserer GISA AI Family. Auch Open‑Data‑Szenarien gewinnen an Bedeutung, da Verwaltungen Daten stärker strukturieren und vernetzen möchten.
Großes Potenzial liegt in der Integration: Eine offene Datenplattform kann unterschiedliche Datentypen konsistent zusammenführen und als gemeinsame Grundlage für verschiedene GISA-Lösungen dienen.

Woran arbeitet dein Team derzeit?

Unser Fokus liegt auf der Weiterentwicklung der Plattform – flexibel, strukturiert und betriebssicher für verschiedene Einsatzszenarien. Parallel unterstützen wir Projekte, in denen Transparenz, Datenhoheit und nachvollziehbare Datenprozesse zentral sind. Wir entwickeln Datenmodelle, automatisierte Datenflüsse und Reporting‑Strukturen, die fachlich gut passen. Ziel ist es, Open‑Source‑BI bei GISA als echte, verlässliche und modulare Alternative für unsere Kunden zu etablieren.

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