
Tagsüber steuert Caroline Weber hochkomplexe IT-Services für intelligente Energienetze, abends schreibt sie Geschichten mit über 400 Seiten Manuskriptlänge. Caroline arbeitet als Servicemanagerin im Bereich Smart Utilities bei GISA – in einem Umfeld, das technologische Präzision, schnelle Entscheidungen und Pioniergeist verlangt. Was sie daran begeistert: die Möglichkeit, an etwas mitzuwirken, das unsere Zukunft verändert.
Caroline, wie bist du in den Bereich Smart Utilities gekommen?
Ich bin studierte Physikerin und wollte ursprünglich in die Energiewirtschaft. Bei GISA habe ich dann die Möglichkeit bekommen, einen Service im Umfeld Smart Utilities von Anfang an mit aufzubauen. Seit mittlerweile fünf Jahren begleite ich das Thema, und genau das macht den Reiz aus: Es entwickelt sich ständig weiter.
…alle, die noch nie etwas von diesem Begriff gehört haben: Was steckt hinter Smart Utilities?
Smart Utilities bedeutet im Grunde intelligente Energieversorgung. Durch die Energiewende verändert sich unser Stromnetz komplett: Früher gab es wenige große Kraftwerke, heute speisen tausende kleine Energiequellen Strom ein – etwa Solaranlagen oder Balkonkraftwerke. Dadurch entstehen viel stärkere Schwankungen im Netz. Unsere Aufgabe ist es, die IT-Systeme bereitzustellen, die diese Daten in Echtzeit erfassen und helfen, die Netze intelligent zu steuern.
Woran arbeitet ihr konkret?
Wir betreuen Systeme rund um Smart Meter Gateways und intelligente Netzsteuerung für E.ON. Dahinter steckt die große Herausforderung der Energiewende: Stromnetze müssen heute viel flexibler reagieren als früher.
Früher gab es wenige große Kraftwerke. Heute speisen unzählige kleine Quellen Energie ein – Solaranlagen, Balkonkraftwerke oder perspektivisch auch Elektroautos. Damit das Netz stabil bleibt, braucht es intelligente Systeme, die Daten nahezu in Echtzeit verarbeiten und steuern können.
Was fasziniert dich daran besonders?
Dass wir in vielen Bereichen echte Pionierarbeit leisten. Für vieles gibt es noch keine Erfahrungswerte oder etablierten Prozesse. Wir bei GISA entwickeln Lösungen in einem Umfeld, das technologisch und regulatorisch permanent in Bewegung ist. Natürlich funktioniert dabei nicht immer alles sofort perfekt. Aber genau darin steckt auch die Chance, Neues zu schaffen.
Welche Rolle hast du dabei als Servicemanagerin?
Ich bin die Schnittstelle zwischen Kunde und internen GISA-Teams – bei E.ON nennt man das „Brückenkopf“. Ich koordiniere Themen, halte Informationen zusammen und sorge dafür, dass aus vielen Einzelteilen ein funktionierender Service wird.
Ein typischer Tag besteht aus vielen Abstimmungen: Meetings mit dem Kunden, technische Rücksprachen mit den Teams, Priorisierung von Themen oder die Koordination von Änderungen im laufenden Betrieb. Wenn zum Beispiel kurzfristig ein sogenannter Emergency Change notwendig wird, müssen innerhalb kürzester Zeit alle Beteiligten informiert und Prozesse abgestimmt werden, damit die Systeme stabil weiterlaufen.
Man sieht am Ende oft nur das Ergebnis. Aber bis der Tisch gedeckt ist, steckt unglaublich viel Abstimmung dahinter.
Was braucht man für deinen Beruf?
Man sollte Lust auf komplexe Themen haben und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Gerade im Umfeld der Energiewende muss man sich ständig in neue fachliche Fragestellungen einarbeiten.
Das können regulatorische Anforderungen sein, neue technische Standards oder die Frage, wie Stromnetze künftig stabil gesteuert werden können, wenn immer mehr dezentrale Energiequellen einspeisen. Auch Themen wie intelligente Messsysteme, Datenverarbeitung in Echtzeit oder neue Tarifmodelle spielen dabei eine große Rolle.
Und man braucht Leidenschaft für das, was man tut, sonst funktioniert so ein dynamisches Umfeld nicht.
Neben deinem Job schreibst du Bücher. Ein ungewöhnlicher Ausgleich?
Vielleicht auf den ersten Blick. Für mich passt das aber perfekt zusammen. Ich schreibe schon seit meiner Kindheit Geschichten und arbeite aktuell an einem eigenen Buchprojekt.
Gerade kreative Hobbys helfen mir dabei, auch beruflich neue Perspektiven einzunehmen. Denn wenn es keine fertigen Lösungen gibt, braucht es oft genau das: Vorstellungskraft.
Mit welchem Blick schaust du auf die Zukunft?
Mit viel Spannung. Die Energiewirtschaft verändert sich gerade grundlegend, und wir gestalten diese Veränderung aktiv mit. Zu sehen, wie aus neuen Ideen funktionierende Lösungen entstehen, motiviert mich jeden Tag aufs Neue.
Drei Worte, die deinen Job beschreiben?
Spannend. Herausfordernd. Leidenschaftlich.
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