Durch IT die Welt verändern

Wenn du die Möglichkeit dazu hättest, was würdest du sofort in der Welt verändern?

Ich würde die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sofort in die Realität umsetzen. Es lohnt sich, für eine Welt ohne Hunger, in der alle Zugang zu sauberem Wasser und hochwertiger Bildung haben, aber auch mit mehr Umweltschutz einzustehen. Wir sind eine weit entwickelte Gesellschaft und sollten allen Menschen zu den gleichen Chancen und guten Lebensumständen verhelfen.

Inwiefern zahlt dein ehrenamtliches Engagement darauf ein?

Aus meiner Sicht ergibt es für Menschen, die nicht unmittelbar vor Ort sein können, am meisten Sinn, etablierte NGOs zu unterstützen. Sie verfügen über die Ressourcen und Organisationsstrukturen, in krisengeschüttelten Ländern die Hilfe zu leisten, die wirklich nötig ist. Deshalb will ich für die Arbeit von Amnesty International und UNICEF sensibilisieren, Spenden sammeln und Projekte organisieren, um Kinder- und Menschenrechte zu fördern und darauf aufmerksam zu machen, dass eine Welt ohne Armut möglich ist.

Welchen Beitrag kann die IT deiner Meinung zu einer besseren Welt leisten?

Im Laufe der Geschichte haben Errungenschaften wie z. B. Sprache, bildende Kunst, Schrift und Buchdruck das Fundament für eine bessere Welt gelegt. Sie befähigten uns Wissen auf neue Art zu teilen und zu kooperieren, was u. a. Wissenschaft, Demokratie und die Aufklärungszeit ermöglichte. Ich denke, IT ist der Durchbruch unserer Zeit und birgt riesiges Potenzial, neue Wege der Wissensverarbeitung und Zusammenarbeit zu erschließen – doch entscheidend ist natürlich, wofür wir sie einsetzen.

Kannst du das konkretisieren?

Aktuell erleben wir eine Vorschau von dem, was möglich ist: Zum einen vernetzt das Internet ca. siebzig Prozent aller Menschen. Dies hat Vorteile für die Bildung, wo Plattformen wie Wikipedia oder YouTube Wissen kostenfrei zugänglich machen. Zum anderen hilft IT in der Wirtschaft dabei, weniger Ressourcen zu verbrauchen und die Produktqualität zu steigern. Allgemein betrachtet wird die rasant steigende Rechenleistung zu signifikanten Fortschritten in Forschung, Bildung und unserer kollektiven Produktivität führen – und so den Freiraum schaffen, um uns kreativen Tätigkeiten zu widmen.

Du hast erst an der Uni des Saarlandes studiert und dich später für Wirtschaftsinformatik an der Uni Leipzig entschieden. Warum?

Das war keine fachliche Entscheidung. Der Studiengang in Saarbrücken war spannend, gut aufbereitet und sehr lehrreich. Allerdings habe ich mich in der Stadt unwohl gefühlt. Ich wollte wieder in eine größere Stadt mit ansprechender Architektur und einer erholsamen Umgebung, mit viel Natur und Seen in der Nähe – ich hätte nicht gedacht, dass mir das alles so fehlen würde. Also bin ich in Leipzig gelandet, habe meinen fachlichen Fokus mit Wirtschaftsinformatik stärker in die angewandte IT verlagert und bin sehr zufrieden mit der Entscheidung.



Wie unterstützt dich das Deutschlandstipendium bei deinem Studium?

Ich kann mich stärker auf mein Studium und die fachliche Weiterentwicklung konzentrieren. Die gewonnene finanzielle Freiheit erlaubt mir zudem, mich auch weiterhin gesellschaftlich zu engagieren.

Worauf möchtest du dich fachlich spezialisieren?

Da lass ich mir gerade noch alle Wege offen. Ich bin hin- und hergerissen, finde einfach alles interessant, was ich in meinem Studium lerne. In einem Jahr steht die Bachelorarbeit an. Mal sehen, welche fachliche Vertiefung mich bis dahin am meisten anspricht.

Wir haben mit einem Wunsch begonnen und enden mit einem: Was wünschst du dir für deine berufliche Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich in 15 Jahren noch immer an Dingen arbeiten darf, die mich wirklich interessieren – und von denen ich überzeugt bin, dass sie wichtig sind. Für mich und für möglichst viele Menschen.


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